Biografie

Als „Ikone der Alten Musik“ verehrt ihn die Süddeutsche Zeitung und als „Erleuchtung in einem Meer von Mittelmäßigkeit“ pries ihn die New York Times. Reinhard Goebel ist auf das Repertoire des 17., 18. und frühen 19. Jahrhunderts spezialisiert und ist als Vermittler der historischen Aufführungspraxis an moderne Symphonie- und Kammerorchester sowie Alte Musik Ensembles und als unversiegbare Quelle für Repertoireschätze ein weltweit gefragter Spezialist.

Die Saisons 19/20 und 20/21 widmet Reinhard Goebel schwerpunktmäßig seinem jahrelangen Forschungs- und Musikprojekt „Beethovens Welt“, in dem er sowohl unbekannte Werke Beethovens als auch seiner Zeitgenossen erforscht und dadurch eine Neueinordnung Beethovens im musikhistorischen Koordinatenkreuz anregen möchte.

Dazu erscheint über das Jahr 2020 verteilt für Sony Classical ein fünfteiliger CD-Zyklus mit Deutschlands führenden Rundfunkorchestern (WDR, HR, DRP, MRO) – unter den Aufnahmen sind 7 Weltersteinspielungen. Die erste Aufnahme der Violinkonzerte von Franz Clement mit Mirijam Contzen wurde von der Musikwelt mit großer Begeisterung aufgenommen. Die Presse feierte die Aufnahme als „spektakulär“ (Rondo), „eine Delikatesse“ (Concerti) und als „grosse Musik“ (Welt am Sonntag). Das Album war kurz nach Erscheinen auf Platz 1 der Amazon Fresh Classical Charts , wurde vom Diapason Magazin mit 5 Diapasons ausgezeichnet und erhielt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste 02.2020). Die zweite CD mit den Doppelcellokonzerten von Antonín Reicha und Bernhard Romberg stößt in der Presse auf großen Zuspruch. Der Deutschlandfunk urteilt: „Die Aufnahme mit den Berliner Philharmoniker-Cellisten Bruno Delepelaire und Stephan Koncz setzt Maßstäbe.“

Im Mai 2018 wurde Reinhard Goebel zum künstlerischen Leiter der Berliner Barock Solisten ernannt.
In der Saison 20/21 wird er mit dem Ensemble eine Europatournee unternehmen. Auf dem Programm werden die Brandenburgischen Konzerte stehen, die in 2018 bei Sony Classical erschienen sind und mit dem Opus Klassik ausgezeichnet wurden.
Außerdem wird Reinhard Goebel in 20/21 beim Konzerthausorchester Berlin, beim WDR Sinfonieorchester, bei der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken, bei der Dalasinfoniettan, bei der Tapiola Sinfonietta, beim Neuen Bachschen Collegium Musicum und vielen anderen Orchestern gastieren.

Reinhard Goebel war Gründer und 33 Jahre lang Leiter der legendären Musica Antiqua Köln. Mit seiner Fähigkeit, als Dirigent auf einzigartige Art und Weise die Leidenschaft für Musik mit einer akribischen Quellenkenntnis zu amalgamieren, inspiriert, fesselt und polarisiert er die zeitgenössische Orchesterlandschaft.

Im April 2007 nahm Reinhard Goebel den IAMA Award in London entgegen. Er ist der Preisträger des Bach-Medaille der Stadt Leipzig, die ihm 2017 unter anderem dafür verliehen wurde, dass er pionierhaft und mit „unbändigem Eifer das Repertoire abseits der etablierten Namen erkundet“. 2015 wurde er vom BBC Music Magazine in die Liste der 20 besten Geiger aller Zeiten gewählt

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